Eine Geburt verändert alles. Sie kann tief bewegend, kraftvoll und beglückend sein – und zugleich überwältigend, schmerzhaft oder zutiefst verunsichernd.
Wenn das Erleben der Geburt die eigenen Grenzen übersteigt, kann etwas zurückbleiben, das schwer zu greifen ist – ein Gefühl der inneren Unruhe, Anspannung oder Leere.
Vielleicht wissen Sie, dass „eigentlich alles gut gegangen“ ist – und doch spüren Sie, dass in Ihnen etwas anders geblieben ist.
Der Körper erinnert sich, auch wenn der Kopf längst weitermachen möchte.
Ein Geburtstrauma entsteht nicht unbedingt durch die Geburt selbst, sondern meist durch das Gefühl, in einer Situation vollkommen ausgeliefert, hilflos oder nicht sicher zu sein.
Während einer Geburt sind Körper und Psyche hochsensibel. Wenn in dieser Phase Angst, Schmerz oder das Gefühl, nicht gehört zu werden, überhandnehmen, kann das Nervensystem aus dem Gleichgewicht geraten. Das Erlebte bleibt dann wie eingefroren im Körper gespeichert, auch wenn der Kopf längst weitermachen möchte.
Das Problem entsteht erst, wenn das Nervensystem keine Gelegenheit bekommt, sich nach der Geburt wieder zu beruhigen.
Dann bleibt es in einer Art Daueralarm – und reagiert, als wäre die Gefahr noch da.
Kennen Sie das Gefühl, eigentlich glücklich sein zu „müssen“ – und sich trotzdem leer, angespannt oder traurig zu fühlen?
Ein Geburtstrauma kann sich auf vielen Ebenen zeigen:
Psychische Symptome: Schlafstörungen, Flashbacks, Schuldgefühle, ständige innere Anspannung, Bindungsschwierigkeiten zum Kind oder dauerhafte Paarkonflikte, das Gefühl zu „funktionieren“ statt zu leben.
Körperliche Symptome: Kopfschmerzen, Nacken- oder Rückenschmerzen, Atemnot, Beckenboden- oder Narbenschmerzen, innere Taubheitsgefühle oder Meidung von körperlicher Nähe.
Manche Frauen vermeiden sogar Arztbesuche oder Gespräche über die Geburt, weil das alte Gefühle wachruft.
Sie fühlen sich oft unverstanden, weil im Außen „alles gut gegangen“ scheint.
Doch Ihr Körper und Ihr Inneres erzählen eine andere Geschichte – und das darf gesehen werden.
Haben Sie sich schon einmal von anderen gehört, dass alles doch gut gegangen sei – und Sie sich nun einfach freuen sollten?
Vielleicht haben Sie sich dann gefragt, ob mit Ihnen etwas „nicht stimmt“, weil Sie es nicht können.
Die Wahrheit ist: Diese Sätze wollen trösten oder überdecken die Hilflosigkeit des Umfelds, aber sie übersehen etwas Wesentliches. Eine Geburt betrifft nicht nur das Kind – sie betrifft ebenso die Mutter. Wenn Sie während der Geburt Angst, Ohnmacht oder Hilflosigkeit erlebt haben, dann darf das seinen Platz haben. Es braucht Anerkennung, bevor es sich lösen kann.
Ihr Körper reagiert nicht gegen Sie, sondern für Sie. Er hat in der Situation alles getan, um Sie zu schützen. Wenn die Geburt vorbei ist, weiß er manchmal nur noch nicht, dass die Gefahr vorüber ist.
Sie sind nicht schwach, empfindlich oder „zu sensibel“.
Sie sind eine Frau, die etwas Überforderndes erlebt hat – und deren System einfach noch Zeit, Verständnis und Sicherheit braucht, um das Erlebte zu integrieren.
Sie bringen Ihre ganz eigene Geschichte mit – mit Ihren Erfahrungen, Ihren Empfindungen, Ihrem Körpergedächtnis. Deshalb reagiert auch jede Frau unterschiedlich auf eine Geburt. Vielleicht spüren Sie, dass Ihr Körper in bestimmten Situationen reagiert: mit Herzklopfen, Anspannung oder plötzlicher Müdigkeit. Das ist kein „Fehler“, sondern Ihr Schutzsystem in Aktion.
In meiner Begleitung geht es nicht darum, das Erlebte zu verdrängen, sondern Raum für Verständnis und Sicherheit zu schaffen. Oft reicht es, mit den Folgereaktionen zu arbeiten, um spürbare Entlastung zu erfahren.
Ihr Körper darf wieder lernen, dass die Gefahr vorbei ist. Das braucht Zeit – und liebevolle Aufmerksamkeit. Wie beim Erlernen einer neuen Sprache entsteht nach und nach ein neues inneres Gefühl von Ruhe, Vertrauen und Sicherheit.
Sie erhalten von mir konkrete Werkzeuge, die Sie jederzeit anwenden können, um Ihr Nervensystem zu beruhigen und sich selbst wieder zu spüren.
Ich begleite Sie mit bewährten Verfahren der Psychotherapie, die Körper, Emotionen und Gedanken gleichermaßen berücksichtigen. Dabei geht es nicht darum, Vergangenes zu „löschen“, sondern darum, wieder Zugang zu Ihrer inneren Kraft und Ruhe zu finden.
Sie dürfen sich wieder freuen. Sie dürfen neue Wege gehen.
Veränderung ist nicht nur möglich, sie ist erlaubt.
Wie beim Erlernen einer neuen Sprache entsteht mit der Zeit ein neues inneres Erleben:
Sie beginnen, sich selbst besser zu verstehen, Ihr Körper reagiert gelassener – und Sie spüren, dass Sie Ihrem Leben wieder vertrauen dürfen.
Ich bin Nicole Friederichs, Hebamme, Heilpraktikerin und zertifizierter neurosystemischer Coach.
Viele Jahre habe ich Frauen und Eltern begleitet in der Zeit rund um Schwangerschaft, Geburt und die erste Zeit danach – und jetzt liegt mein besonderer Schwerpunkt auf traumasensible Begleitung nach belastenden Geburtserlebnissen.
Ich weiß aus Erfahrung, wie fein und verletzlich die Zeit rund um die Geburt ist – und wie wichtig es ist, einen Raum zu haben, in dem alles ausgesprochen werden darf.
In meiner Praxis erwartet Sie ein geschützter, wertfreier Raum. Hier dürfen Sie einfach sein – mit allem, was da ist. Ohne Bewertung, ohne Druck.
Ich höre Ihnen zu, nehme Sie ernst und begleite Sie, wie schon viele Frauen in meiner über zwanzigjährigen Erfahrung, auf Ihrem individuellen Weg zu mehr Vertrauen, Ruhe und Verbundenheit.
Wenn Sie spüren, dass Sie Ihr Geburtserlebnis behutsam anschauen möchten, biete ich Ihnen ein kostenfreies 15-minütiges telefonisches Erstgespräch an.
Wir können unverbindlich schauen, ob und wie ich Sie unterstützen kann.
Nutzen Sie gerne die online Terminbuchung, um direkt einen 15-minütigen Gesprächstermin zu vereinbaren
Ich freue mich darauf, Sie kennenzulernen.