Hochsensibilität und Entwicklungstrauma
Zwischen feiner Wahrnehmung und früher Anpassung
Viele Frauen beschreiben sich als „sehr sensibel“, „zu emotional“ oder „schnell überfordert“.
Oft haben sie früh gelernt, sich zusammenzunehmen, stark zu sein, zu funktionieren – für andere da zu sein, noch bevor sie sich selbst spüren durften.
Vielleicht kennen Sie dieses Gefühl: Sie nehmen Stimmungen sofort wahr, spüren Spannungen im Raum, fühlen Verantwortung, auch wenn niemand sie ausgesprochen hat.
Gleichzeitig sind Sie schneller erschöpft, zweifeln an sich oder verlieren sich in den Bedürfnissen anderer.
Hinter diesen Erfahrungen können Hochsensibilität, Entwicklungstrauma – oder beides – stehen.
Was bedeutet Hochsensibilität?
Hochsensibilität beschreibt eine angeborene Besonderheit des Nervensystems.
Hochsensible Menschen nehmen Reize feiner, differenzierter und intensiver wahr – auf körperlicher, emotionaler und zwischenmenschlicher Ebene.
Das Nervensystem verarbeitet Informationen tiefer. Dadurch entstehen oft große Empathie, Kreativität, Verantwortungsgefühl und eine feine Selbst- und Fremdwahrnehmung.
Gleichzeitig kann es schneller zu Überreizung, Erschöpfung oder Rückzug kommen, wenn zu viele Eindrücke auf einmal wirken.
Hochsensibilität ist keine Erkrankung, sondern eine neurobiologische Veranlagung.
Was ist ein Entwicklungstrauma?
Ein Entwicklungstrauma entsteht, wenn ein Kind über längere Zeit nicht ausreichend emotionale Sicherheit, Schutz oder Resonanz von ihren frühen Bindungspersonen erfahren hat.
Viele Frauen tragen solche Erfahrungen, ohne sie als Trauma zu benennen:
- zu früh Verantwortung übernehmen
- die eigenen Bedürfnisse zurückstellen
- funktionieren, um geliebt zu werden
- sich anpassen, um Konflikte zu vermeiden
Der Körper lernt: Sicherheit entsteht durch Wachsamkeit, Rücksicht und Kontrolle.
Dieses Muster wirkt oft bis ins Erwachsenenleben hinein – in Beziehungen, im Muttersein, im beruflichen Alltag oder im Kontakt mit dem eigenen Körper.
Wo sich Hochsensibilität und Entwicklungstrauma berühren
Beide zeigen sich bei Frauen häufig durch:
- starke emotionale Reaktionen
- Erschöpfung und innere Anspannung
- Schwierigkeiten mit Abgrenzung
- ein feines Gespür für Stimmungen und unausgesprochenen Erwartungen
- ein hohes Verantwortungsgefühl
- körperliche Symptome ohne klare Ursache
Von außen wirkt es, als seien diese Frauen „zu sensibel“.
In Wahrheit ist ihr Nervensystem hochaktiv – und oft lange überfordert gewesen.
Der entscheidende Unterschied
Hochsensibilität ist eine angeborene Eigenschaft.
Entwicklungstrauma ist eine erlernte Anpassung an mangelnde Sicherheit im Außen.
Eine hochsensible Frau mit ausreichend innerer und äußerer Sicherheit kann kraftvoll, kreativ und klar sein.
Eine Frau mit Entwicklungstrauma lebt häufig in einem inneren Dauerzustand von Alarm oder Rückzug – auch wenn das Leben heute eigentlich stabil ist.
Es braucht nicht noch mehr Disziplin – sondern Verständnis, Halt und neue innere Erfahrungen von Stabilität.
Gemeinsam finden wir Ihren individuellen Weg zu mehr Sicherheit und Verbundenheit
Ich begleite Sie mit bewährten Verfahren der Psychotherapie, die Körper, Emotionen und Gedanken gleichermaßen berücksichtigen. Dabei geht es nicht darum, Vergangenes zu „löschen“, sondern darum, wieder Zugang zu Ihrer inneren Kraft und Ruhe zu finden.
Sie dürfen sich wieder freuen. Sie dürfen neue Wege gehen.
Veränderung ist nicht nur möglich, sie ist erlaubt.
Wie beim Erlernen einer neuen Sprache entsteht mit der Zeit ein neues inneres Erleben:
Sie beginnen, sich selbst besser zu verstehen, Ihr Körper reagiert gelassener – und Sie spüren, dass Sie Ihrem Leben wieder vertrauen dürfen.
Wie ich Sie begleite
In meiner Arbeit steht ihr Nervensystem im Mittelpunkt – mit seinem Rhythmus, seiner Beziehungsfähigkeit und seiner tiefen Verbindung zum Körper.
Gemeinsam schauen wir:
- was zu Ihrer natürlichen Sensibilität gehört
- welche Reaktionen aus frühen Anpassungen stammen
- und wie Ihr Körper heute wieder Sicherheit erleben kann
Mit traumasensiblen, körperorientierten Methoden lernen Sie, Überforderung früher zu erkennen, Grenzen zu spüren und sich selbst wieder zu bewohnen. Die Naturheilkunde dies zudem sanft unterstützen.
Ziel ist nicht, dass Sie weniger fühlen, sondern dass Sie sich sicherer fühlen.
So darf aus Anpassungsstrategie wieder Kontakt zu Ihrem Körper, Ihren Grenzen und Bedürfnissen entstehen. Und aus Sensibilität wieder eine wertvolle Ressource werden.
Ihr erster Schritt
Gerne biete ich Ihnen ein 15-minütiges telefonisches Erstgespräch an.
In diesem unverbindlichen Gespräch können wir uns kennenlernen und gemeinsam schauen, ob meine Begleitung für Sie passend ist.
Vereinbaren Sie einfach einen Termin über die online Terminbuchung– ich freue mich, Sie kennenzulernen und Sie auf Ihrem Weg zu mehr innerer Sicherheit zu begleiten.